Erdung – Wie sie dir im Alltag helfen kann

Daniela Weiß • 13. März 2026

Das Thema Erdung hört man ja ständig und überall. Vielleicht schaffst du es aber, offen für das Thema zu sein und sogar etwas Neues für dich mitzunehmen.


Diese Woche hatte ich in meinen Yogastunden das Thema Erde und damit verbunden Erdung. Nachdem mein Kopf die letzten Wochen immer extrem voll war mit Gedankenchaos habe ich diese Woche gemerkt wie gut es mir getan hat mehr in die Erdung und Verbindung zur Erde zu gehen. Mein Kopf fühlt sich deutlich ruhiger, klarer und fokussierter an und ich fühle mich entspannter aber auch etwas zentrierter und mehr in meiner Mitte.

Woran merkst du fehlende Erdung?
An manchen Tagen ist man zum Beispiel extrem hudelig, unaufmerksam und schon fast tollpatschig. Manchmal zeigt es sich auch durch ein absolutes gefangensein im Kopf, ein extremes Gedankenchaos, fehlender Fokus.
Wenn wir geerdet sind schenkt uns das eine feste Basis, ein Fundament von dem aus wir unseren Alltag und vor allem Stress besser und stabiler bewältigen können. Wir sind nicht mehr so anfällig für Meinungen von außen, weil wir in uns gefestigt sind. Und wir können uns auch mit Spirituellen Dingen beschäftigen aber trotzdem unsere Menschlichkeit, Liebe, Offenheit und Mitgefühl für andere weiterhin spüren.


Daher möchte ich ein paar Ideen und Tipps mit dir teilen, um dich im Alltag etwas mehr zu erden. Wie ich von einer meiner Lehrerinnen gelernt habe: „Es gibt kaum einen Menschen, der genug geerdet ist.“ Und ich denke, schaden kann es ja nicht.


Hier also meine 5 Tipps für deine Erdung:

  1. In der Natur sein:
    Geh so oft wie möglich nach draußen und verbinde dich mit der Natur. Wenn du kannst am besten in einen Wald oder an einen ruhigen Ort. Atme tief ein und aus und nimm die frische Luft in deinen Körper auf.
    (Das geht natürlich auch am Fenster, als kurze Pause zwischendurch)
    Stell dir auch gerne vor, dass du mit der Einatmung die Energie der Erde in dich aufnimmst und mit der Ausatmung Wurzeln aus deinen Füßen wachsen. Lass sie tiefer und tiefer werden, sich mit den Wurzeln der Bäume verbinden.
    Schließe für einen Moment die Augen, rieche und spüre, nutze deine Sinne. Vielleicht möchtest du auch einen Baum berühren, über seinen Stamm streichen. Spüre deine Füße auf der Erde, vielleicht sogar barfuß.
  2. Atemübungen:
    Meine liebste und auch sehr einfache Atemübung, die für jeden geeignet ist, ist die dreigeteilte Atmung oder auch Dirga-Pranayama. Beginn zuerst tief in deinen Bauch zu atmen, leg gerne deine Hände darauf ab. Spüre wie sich deine Hände heben und senken mit deiner Atmung. Vielleicht ist das für dich heute ausreichend und du bleibst bei einer tiefen Bauchatmung.
    Wenn du dich hier wohlfühlst und die Atmung vertiefen möchtest beginn tief einzuatmen, mach zuerst deinen Bauch voll, dann deinen Brustkorb und schau dann wie weit du die Atmung nach oben in die Schultern und Schlüsselbeine ziehen kannst. Mit der Ausatmung lass zuerst die Luft aus deinen Schultern, dann aus dem Brustkorb und zuletzt aus dem Bauch fließen.

  3. Versuche möglichst oft auf dem Boden zu sitzen oder auch zu liegen, vielleicht mit einer kleinen Entspannungsübung in Rückenlage. Nimm dort ein paar tiefe Atemzüge oder nutze gerne die Atemübung, die ich unter Nummer 2 beschrieben habe.

  4. Kräftigung:
    Lege vor allem den Fokus auf deine Beine, deinen Rücken und dein Gesäß. Alle Bewegungen die dich näher zur Erde bringen zum Beispiel der Stuhl – Utkatasana oder die Yoga-Göttinnen-Haltung - Utkata Konasana (eine breite Kniebeuge).
    Für eine Öffnung deiner Hüften und mehr Verbindung zum Boden, übe auch gerne die Yogi-Hocke – Malasana.

  5. Achte auf genug Schlaf und Ruhe.
    Oft hilft es vor allem Abends künstliches Licht und Lärm zu vermeiden und bevor du dich auf den Weg ins Bett machst schonmal langsam runterzufahren, langsamer zu machen und die Ruhe einzuladen (statt bis zum Schlafen vor dem Handy oder PC zu sitzen). Ich strecke auch gerne abends für ein paar Minuten die Beine nach oben an eine Wand und lasse alles Schwere abfließen und die Übung fördert auch die Entspannung.

Ich hoffe, dass diese Tipps hilfreich für dich sind und deinen Kopf etwas klarer werden lassen und dich stabiler durchs Leben gehen lassen. Was hast du bisher gemacht um dich zu Erden?


Teile auch gerne deine Erfahrungen, Tipps und Ideen zum Thema Erdung :)

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