Wildkräuter – Die Nährstoffbombe im Frühling

Daniela Weiß • 5. April 2026

Der Frühling ist da und mit ihm immer mehr Sonne, Wärme und das neue und frische Grün das jeden Tag mehr und mehr aus der Erde spitzt.

Wenn du draußen in der Natur unterwegs bist siehst du es vielleicht auch: Der Wegesrand wird grüner, immer mehr beginnt zu blühen, die Bäume und Sträucher bekommen Blätter. Vielleicht hast du schon den ersten Löwenzahn mit seinen gelb leuchtenden Blüten entdeckt oder den etwas unscheinbareren Bärlauch. Die Natur steckt alle Kraft die sie hat in das neue junge Grün.



Was das frische Grün dir Gutes tun kann...
Und dieses frische Grün mit seinen vielen Nährstoffen und der Kraft der Energie kann auch unseren Körper unterstützen. Gerade jetzt im Frühling wo der Körper entgiften möchte. Wie die Natur in Zyklen lebt und sich wandelt, tut das auch unser Körper, der jetzt im Frühjahr neue Energie braucht, um aus dem Winterschlaf zu erwachen und alte Schlacken loszulassen. Dafür kann man ganz wunderbar die Kraft der Natur in den Speiseplan einbauen. Und noch dazu ist sie kostenlos 😉.


Vieles kann einfach in Salaten untergemischt oder verwendet werden. Für manche Gaumen sind Wildkräuter zu bitter, daher langsam rantasten und ggf. mit milderem Grün wie zum Beispiel Spinat mischen. Aber genau diese Bitterstoffe tun uns und unserem Darm extrem gut. Einiges Grün, wie zum Beispiel Löwenzahn oder Giersch kann man auch im Smoothie verwenden.


Hier kommen zwei leckere und einfache Rezepte für dich:

Kräuterpaste und Pesto

Für eine kleine Portion:

1 Hand voll Kräuter (gemischt oder nur 1 Sorte z.B. Bärlauch) kleinschneiden und mit

einer Prise Steinsalz im Mörser zerreiben,
Oliven- oder Sonnenblumenöl dazu geben und zu einer cremigen Paste verrühren.


Für Pesto noch gemahlene/gemörserte Nüsse oder Saaten (z.B. Walnüsse, Hanfsamen, Sonnenblumenkerne) und nach Belieben frisch geriebenen Hartkäse (z.B. Parmesan, Bergkäse) zugeben.

 

Für den Vorrat:

  • 100 g Wildkräuter, nach dem Waschen unbedingt gut trocknen,
    evtl. sogar etwas anwelken lassen und kleinschneiden.
  • 100 ml Öl oder nach Belieben etwas mehr
  • ½ bis 1 TL Steinsalz je nach Geschmack und Verwendung
  • Für Pesto zusätzlich 50 g geröstete Nüsse oder Saaten.
  • Käse erst kurz vor dem Verzehr zugeben. Damit erhöht sich die Haltbarkeit.


Alle Zutaten zusammen in einem Mixer pürieren.

In kleine Gläschen füllen und kühl aufbewahren, immer mit einer Ölschicht bedeckt halten.

Genieße das Pesto auf Kartoffeln, Nudeln oder Brot. Du kannst die Paste auch in Butter unterrühren als schnelle Kräuterbutter oder unter deinen Salat ins Dressing mischen, der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.


Das Rezept kannst du natürlich für alle Kräuter, nicht nur für Wildkräuter benutzen :)


Backkartoffelsalat mit Löwenzahn

 Zutaten für 4 Portionen:

  • 1 kg vorw. festkochende  Kartoffeln
  • 1-2 Frühlingszwiebeln
  • 1-2 Handvoll Löwenzahn
  • Balsamico
  •  Olivenöl
  • Salz, Pfeffer


Zubereitung:

  1. Backofen vorheizen auf 180 Grad Umluft.
  2. Kartoffeln waschen, schälen und in ca. 2 x 2 cm große Stücke schneiden.
  3. In einer Schüssel oder direkt auf einem Backblech mit 1 EL Olivenöl vermischen, leicht salzen und ca. 20-25 Minuten auf der mittleren Schiene backen. Zwischendurch wenden.
  4. Das Blech herausnehmen und die Kartoffeln auskühlen lassen.
  5. Die Löwenzahnblätter waschen, trocken schleudern und in feine Streifen schneiden.
  6. Die Frühlingszwiebeln putzen, waschen und samt Grün in Ringe schneiden.
  7. Kartoffeln, Löwenzahn und Frühlingszwiebeln in einer Schüssel miteinander vermengen und mit 2-3 EL Balsamico und 2 EL Olivenöl, sowie Salz und Pfeffer abschmecken.

 

Varianten: 

  • Statt die Kartoffeln im Ofen zu backen, kann man auch einen Bratkartoffelsalat aus übriggebliebenen Pellkartoffeln zubereiten.
  • Statt Löwenzahn schmeckt auch Rucola sehr gut.
  • Aus dem Salat wird ein sättigendes Hauptgericht durch Zugabe von

Linsen, weiße Bohnen oder Kichererbsen

eingelegten, getrocknete Tomaten und Feta.


Nutze doch das immer wärmer werdende Wetter für einen Spaziergang, ganz achtsam was um dich herum wächst, was du entdecken kannst und was du vielleicht auch erkennst. Wie eine Gehmeditation, im Einklang mit der Natur und deinem Körper.


Wenn du dich noch nicht so gut auskennst mit Wildkräutern, aber gerne mehr darüber erfahren möchtest, vielleicht wäre eine Wildkräuterführung eine schöne Idee. Für dich, deine Familie oder mit Freunden. Du tust dir etwas Gutes, bist an der frischen Luft und kannst anschließend auch deinem Körper und deinem Darm Gutes tun. Und vielleicht beginnst du auch mit der Zeit einiges „Grünzeug“ nicht mehr als Unkraut, sondern als Nahrung zu sehen. 😊

Wenn du daran Interesse hast, schau doch gerne hier vorbei: https://natur-ernaehrung.de/StartseiteAktuelles/


Wenn du noch Erfahrungen, Ideen oder Tipps hast, teile sie gerne hier. ❤️


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